Jul312010

Energie sparen mit Stromberg (Kurzvideo)

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Jul302010

UMFRAGEN

Bei besserem Wärmeschutz mehr Kaltmiete?

Für eine besser gedämmte Wohnung würden nach einer repräsentativen Umfrage von Immowelt.de 54 % der Mieter in Deutschland mehr Miete zahlen. Damit sind heute mehr Mieter bereit, ihren finanziellen Beitrag für den Klimaschutz

Welche Mieter bezahlen mehr?

zu leisten als noch vor zwei Jahren: Bei einer Umfrage von Immowelt.de im März 2008 hatten mehr als die Hälfte der befragten Mieter eine höhere Kaltmiete nach einer energetischen Sanierung noch abgelehnt. 2010 nun scheint die Trendwende da – in der aktuellen Befragung sind es nur noch 46 %, die für eine besser gedämmte Wohnung keinen Cent mehr Miete ausgeben würden.

Befürworter plädieren für Warmmieten-Neutralität
Um wie viel die Kaltmiete nach einer energetischen Sanierung angehoben werden dürfte, darüber bestehen allerdings unterschiedliche Ansichten. Das Gros (59 %) der Befürworter plädiert für eine Nullrunde. Sie würden höchstens so viel Mieterhöhung tolerieren, wie sie Heizkosten einsparen. Mehr als ein Drittel (35 %) würde trotz höherer Miete sparen wollen. Sie gaben an, dass unter dem Strich die Einsparung bei den Heizkosten größer sein müsste als der Mehraufwand für die Miete. Nur 6 % der Befürworter einer höheren Miete sind durch und durch grün: Sie gaben zu Protokoll, dass sie auch eine Mieterhöhung in Kauf nehmen würden, die über der Einsparung der Heizkosten liegt.

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Dez022009

Energieeffizienz zur Nachahmung empfohlen

Unternehmen und öffentliche Institutionen können sich jetzt um das neue Label “Good Practice Energieeffizienz” der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) bewerben. Die dena zeichnet damit Projekte aus, die erfolgreich die Energieeffizienz gesteigert und den Endenergieverbrauch gesenkt haben.

Das Good-Practice-Label wird für Energieeffizienz-Projekte in verschiedenen Bereichen vergeben, zum Beispiel für die energetische Sanierung von Gebäuden, die Senkung des Energieverbrauchs von Maschinen und Prozessen, im Verkehr oder Energieeffizienzmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen sowie für Aktivitäten, die auf eine Änderung des Verbraucherverhaltens abzielen. Die ausgezeichneten Projekte werden detailliert im Internet veröffentlicht. Hier finden sich Informationen zu den beteiligten Akteuren, technischen Lösungen, Erfolgen und Erfahrungen bei der Projektumsetzung. Das Label kann für das Marketing sowie die interne und externe Kommunikation genutzt werden – im Internet, in Publikationen und bei Veranstaltungen.

Für das Good-Practice-Label können sich Unternehmen, öffentliche Institutionen und Privatpersonen bewerben, die beispielsweise als Auftraggeber, Planer oder Handwerker maßgeblich an Energieeffizienz-Projekten beteiligt waren. Das kann zum Beispiel eine Wohnungsbaugesellschaft sein, die die Sanierung eines Gebäudekomplexes erfolgreich durchgeführt hat, genauso wie das dafür zuständige Ingenieurbüro oder die beteiligten Handwerksbetriebe. Die dena zeichnet Projekte aus, die nach dem Jahr 2005 gestartet und öffentlich kommuniziert wurden. Die Ergebnisse müssen nach Abschluss erfolgreich evaluiert worden sein.

Quelle: dena

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Aug122009

Schritt für Schritt den Energieverbrauch senken

Wie lassen sich die Kosten für Heizung und warmes Wasser in den eigenen vier Wänden am besten senken? Wie können Mieter aktiv werden, um Energie und Kosten zu sparen? Welche Rolle können erneuerbare Energien in einem Alt- oder Neubau spielen? Antworten auf diese und zahlreiche weitere Fragen liefern die Ratgeber-Pakete der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) für Mieter, Eigentümer, Sanierer und Bauherren. Die Infopakete enthalten neben praktischen Informationen auch Service- und Anschauungsmaterialien, die bei der Ausschöpfung der Einsparpotenziale in der Wohnung oder im Haus helfen. So können Mieter beispielsweise ihre Energiekosten durch das richtige Heizen und Lüften um mehr als 200 Euro pro Jahr senken. In Altbauten wiederum sind bei einer umfassenden energetischen Sanierung Energieeinsparungen von bis 85 Prozent möglich. Hier die einzelnen Pakete im Überblick:

Mieterpaket: für alle, die selbst die Initiative ergreifen wollen.
Für Mieter gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Senkung des Energieverbrauchs. Das Mieterpaket liefert Tipps über kostengünstige Maßnahmen und schafft so die Voraussetzung für schnelle Energiesparerfolge. Die Themen reichen von einfachen Dämm-Maßnahmen an Rohren und Heizkörpernischen über richtiges Heizen und Lüften bis hin zu Energiespartipps bei Lampen und Haushaltgeräten.

Modernisierungspaket: für alle, die energieeffizient sanieren möchten.
Wer sanieren will, hat viele offene Fragen: Welche Baumaßnahme ist besonders dringend? Welche Technik, welche Materialien soll ich verwenden? Wo finde ich qualifizierte Fachleute? Das Modernisierungspaket beantwortet ausführlich und verständlich alle wichtigen Fragen von der Heizungserneuerung über die Nutzung von Sonnenenergie, die Dämmung von Dach und Wänden bis hin zum Einbau neuer Fenster.

Paket “Wärme aus erneuerbaren Energien”: für Hausbesitzer, die mit Holz, Sonne oder Erdwärme heizen möchten.
Bei einer Heizungssanierung lohnt sich der Einsatz von erneuerbaren Energien. Denn Eigenheimbesitzer machen sich unabhängig von steigenden Energiekosten, sichern den Wert ihrer Immobilie und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz. Das Infopaket “Wärme aus erneuerbaren Energien” erläutert, was bei der Sanierung und dem Einsatz erneuerbarer Energien zu beachten ist.

Neubaupaket: Für alle, die für die Zukunft bauen wollen.
Häuslebauer haben einen unschätzbaren Vorteil: Sie können gleich von Beginn an energieeffizient planen. Das ist oftmals günstiger, als später nachzubessern. Das Neubau-Paket informiert allgemeinverständlich, worauf es beim Bau eines zukunftssicheren effizienten Hauses ankommt. Die technischen und wirtschaftlichen Aspekte werden ebenso erklärt wie die gesetzlichen Anforderungen.

Alle Broschüren sind unter www.zukunft-haus.info erhältlich. Das Modernisierungspaket kostet 10 Euro, alle weiteren 5 Euro (zzgl. Versandkostenpauschale).

Quelle: dena

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Jun172009

Bei Klimageräten kühlen Kopf bewahren

Mit steigenden Sommertemperaturen wächst bei vielen Verbrauchern der Wunsch nach einem Klimagerät. Doch wer diese Geräte nutzt, muss sich auf eine deutlich erhöhte Stromrechnung gefasst machen. “Um im Sommer für angenehm kühle Temperaturen in der Wohnung zu sorgen, benötigen Klimageräte sehr viel Strom”, erklärt Steffen Joest, Bereichsleiter bei der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). “Ein durchschnittlich großes mobiles Raumklimagerät kann innerhalb eines Jahres rund 100 Euro* Stromkosten verursachen.” Wer auf eine elektrische Klimatisierung nicht verzichten will, sollte folgendes beachten:

Auf Energieeffizienzklasse A setzen
Auch Klimageräte werden mit dem EU-Label ausgezeichnet. Wer sich für den Kauf eines Klimageräts entscheidet, sollte immer auf die Energieeffizienzklasse A setzen, um Stromverbrauch und -kosten im Griff zu behalten.

Lieber fest installiert als mobil
Beim Kauf von Raumklimageräten hat der Käufer die Wahl zwischen mobilen oder fest eingebauten Modellen. Mobile Geräte können flexibel in jedem Raum eingesetzt werden, benötigen aber ein geöffnetes Fenster, um die warme Luft abzuleiten. So strömt auch immer heiße Außenluft herein, die wieder gekühlt werden muss. Bei fest installierte Klimageräte kann hingegen auf ein geöffnetes Fenster verzichten werden. Daher arbeiten diese Geräte energie- und kosteneffizienter.

Abkühlung auch ohne Strom
Auch ohne Klimagerät lässt sich die Hitze aus den eigenen vier Wänden verbannen. Wer Fensterläden oder außen liegende Jalousien tagsüber geschlossen hält, sorgt dafür, dass sich die Wohnung weniger aufheizt. Außerdem lässt sich die kalte Nachtluft nutzen, um Räume zu kühlen.

Weitere Informationen rund um das Thema Stromeffizienz im Haushalt unter www.stromeffizienz.de oder bei der kostenlosen Energie-Hotline: 08000 736 734. Die Initiative EnergieEffizienz wird von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) und den Unternehmen der Energiewirtschaft – EnBW AG, E.ON AG, RWE AG und Vattenfall Europe AG – getragen und gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

*Annahme: Mobiles Raumklimagerät mit einer Kühlleistung von 2.500 Watt, Leistungsaufnahme 1.000 Watt, Energieeffizienzklasse B, 500 Stunden pro Jahr im Vollbetrieb bei einem Strompreis von 20 Cent/kWh.

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Jun092009

Wärme aus erneubaren Energien lohnt sich

Den Heizkessel komplett abschalten und so Geld und Energie sparen - im Sommer ist das für Hausbesitzer mit Solaranlagen kein Problem. Mit dem Einbau einer Solarthermieanlage können sie die wertvolle Wärmestrahlung einfangen und ihr Warmwasser damit heizen. Auch Pelletöfen oder Wärmepumpen, die die Energie aus Holz beziehungsweise anteilig aus Umweltwärme gewinnen, reduzieren spürbar die jährlichen Energiekosten. Der Staat unterstützt dabei Hausbesitzer bei der Investition tatkräftig: Bis zu 500 Millionen Euro stehen aus dem Marktanreizprogramm (MAP) zur Förderung von erneuerbaren Energien zur Wärmegewinnung jährlich zur Verfügung. In Neubauten ist die Nutzung von Wärme aus erneuerbaren Energien seit dem 1.1.2009 Pflicht.

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat anhand eines unsanierten 150qm Einfamilienhaus* ausgerechnet, ab wann sich die neue Heizung mit erneuerbaren Energien rechnet.

Solaranlage

Eigentümer, die eine solarthermische Anlage zur Trinkwassererwärmung einbauen, können bis zu 60 Prozent der notwendigen Energie für Warmwasser durch die Sonne gewinnen. Wer gleichzeitig noch seinen alten Kessel durch ein neues Brennwertgerät ersetzt, erhöht die Effizienz der Anlage weiter. Die Investitionskosten belaufen sich dabei auf rund 10.000 Euro. Aus dem Marktanreizprogramm erhalten sie 785 Euro Förderung (Basisförderung plus Kesseltauschbonus). Die jährlichen Energiekosteneinsparungen liegen bei 1.120 Euro. Geht man von einer Energiekostensteigerung von jährlich sechs Prozent aus, so rentiert sich die Anschaffung nach acht Jahren.

Pelletheizung

Heizungen mit Holzpellets werden immer beliebter. Pellets sind kleine Presslinge aus Restholz. Die Wärmeerzeugung mit Holz erfolgt nahezu CO2-neutral, denn: Bei der Verbrennung wird nur die Menge an CO2 freigesetzt, die der Baum vorher beim Wachsen aufgenommen hat. Bei der Umrüstung auf eine Pelletheizung entstehen inklusive Pelletlager Kosten von rund 17.000 Euro. Der Eigentümer erhält vom Staat aus dem Marktanreizprogramm eine Förderung in Höhe von 2.700 Euro. Bei einer jährlichen Energiekostensteigung von sechs Prozent amortisiert sich die neue Heizanlage nach sieben Jahren.

Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme aus dem Erdreich, dem Wasser oder der Luft. Je höher die Temperatur der Umgebung und je geringer die zum Heizen benötigte Temperatur, desto effizienter arbeitet die Wärmepumpe. Der Einbau einer Erdwärmepumpe kostet etwa 16.000 Euro. Da Wärmepumpen bei möglichst geringen Heiztemperaturen am effizientesten arbeiten, sollte bei bestehenden Gebäuden auch auf die Dämmung geachtet werden. Besitzer unsanierter Häuser müssen bei einer Modernisierung mit Dämmung und Installation der Wärmepumpe mit Kosten von rund 47.000 Euro rechnen. Dafür erhalten sie aber auch 3.000 Euro aus dem MAP und bis zu 4.700 Euro über die KfW-Förderbank. Die Energiekosten lassen sich durch die umfangeichen Maßnahmen um bis zu 85 Prozent reduzieren. Bei einer Energiekostensteigerung von sechs Prozent hat sich diese Sanierung nach rund 13 Jahren amortisiert.

Die dena hat einen Förderrechner entwickelt, um online schnell und einfach den individuellen Fördersatz zu ermitteln: Unter www.zukunft-haus.info/foerderrechner erfahren Interessierte, wie hoch der Zuschuss aus dem MAP für die geplante Anlage ist. Die KfW-Förderbank unterstützt mit zinsgünstigen Darlehen die energetische Sanierung eines Bestandsgebäudes.

*Berechnung der Sanierungspakete erfolge auf Basis folgender Annahmen: Freistehendes Einfamilienhaus des Baujahrs 1970, 150 m² Wohnfläche, unsaniert, 4 Personen-Haushalt, Energiepreis 0,08 Euro/kWh, Energiekosten vor Sanierung: 3.600 Euro/a für 45.000 kWh/a.

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Mrz082009

Bundesrat stimmt EnEV mit Änderungen zu

(Foto und Copyright: Bundesrat 2006)

Am Freitag hat der Bundesrat der EnEV 2009 mit mehreren Änderungen zugestimmt. Nimmt die Bundesregierung jetzt alle Änderungen an, dann kann die EnEV in diesem Jahr in Kraft treten. Dem Bundesrat wurde ein umfangreiches Dokument mit Änderungsempfehlungen der Fachausschüsse vorgelegt. 20 Änderungen gegenüber dem Entwurf der Bundesregierung (BR 569/08) davon hat der Bundesrat in seinen Beschluss (BR 569/08(B)) übernommen. Teilweise dienen sie der redaktionellen Klarstellung, viele sind jedoch auch inhaltlicher und technischer Art. Die wichtigsten Eckpunkte der EnEV 2009 wären danach im Einzelnen:

  • Das Anforderungsniveau an den Primärenergiebedarf wird um durchschnittlich 30% verschärft, beim Transmissionswärmeverlust beträgt die Verschärfung allerdings nur 15%. Der Änderungsempfehlung, diese Nebenanforderung gegenüber der EnEV 2007 ebenfalls um durchschnittlich 30% zu verschärfen, hat der Bundesrat nicht entsprochen. Ein direkter Vergleich der Niveaus ist allerdings nicht möglich, da sich gleichzeitig die Bestimmung der Höchstwerte gegenüber der EnEV 2007 verändert:
  • Die Höchstwerte für den Primärenergiebedarf von Wohngebäude werden künftig mithilfe eines Referenzgebäudes bestimmt, die bisher tabellierten Höchstwerte entfallen dafür. Dieses Verfahren ist bisher bereits für Nichtwohngebäude üblich.
  • DIN V 18599 kann künftig alternativ zur DIN V 4701-10 und DIN V 4108-6 für Wohngebäude angewendet werden. Allerdings bezieht sich der EnEV-Text auf die Fassung 2007-02 von DIN V 18599, d.h. Wohngebäude können dann mit den relevanten Teilen der aktuell bereits auf Nichtwohngebäude angewendeten Fassung berechnet werden.
  • Bezüglich der Außerbetriebnahme von elektrischen Speicherheizsystemen ist der Bundesrat mit einer Klarstellung der Regierungsvorlage gefolgt. Elektrische Speicherheizsysteme dürfen damit in den meisten Anwendungsfällen ab 2020 bzw. 30 Jahre nach ihrem Einbau oder einer wesentlichen Teileerneuerung nicht mehr betrieben werden.
  • § 26a führt die Unternehmererklärung für die Fälle ein, in welchen heizungs-, lüftungs-, und klimatechnischen Anlagen oder Warmwasseranlagen oder Teile davon in einem Bestandsgebäude ersetzt oder erstmalig neu eingebaut werden, sowie bei der Änderung von Außenbauteilen und der Dämmung oberster Geschossdecken. Der Bundesrat hat abgelehnt, dass die zuständige Behörde dazu Stichproben durchführen soll. Die Unternehmererklärung soll lediglich auf Verlangen der Landesbehörde vorzulegen sein.
  • § 26a „Aufgaben des Bezirksschornsteinfegermeisters“ wurde mit kleinen Änderungen und unter Berücksichtigung bereits vorgenommener Prüfungen in einzelnen Ländern ebenfalls bestätigt. Künftig prüft also der Bezirksschornsteinfegermeister als Beliehener im Rahmen der Feuerstättenschau, ob Heizkessel, die laut EnEV außer Betrieb zu setzen waren, weiter betrieben werden, ob Dämm- und regelungstechnische Vorschriften eingehalten werden und unterrichtet bei einer fruchtlos verstrichenen Nachfrist die nach Landesrecht zuständige Behörde. Die Erfüllung der Pflichten kann vom Eigentümer auch durch Vorlage von Unternehmererklärungen gegenüber dem Bezirksschornsteinfegermeister nachgewiesen werden.
  • War bisher für die Einhaltung der EnEV der Bauherr verantwortlich, kommen nun in § 26 auch Personen dazu, „die im Auftrag des Bauherrn bei der Errichtung oder Änderung von Gebäuden oder der Anlagentechnik in Gebäuden tätig werden.“
  • Wird in Neubauten Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt, darf der Strom in den Berechnungen vom Endenergiebedarf abgezogen werden, wenn er im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zu dem Gebäude erzeugt sowie vorrangig in dem Gebäude selbst genutzt und nur die überschüssige Energiemenge in ein öffentliches Netz eingespeist wird. Hinweis: Seit Anfang 2009 wird diese Eigennutzung unter bestimmten Bedingungen über das EEG und KWK auch finanziell gefördert.
  • Der Eigentümer kann die zur Ausstellung des Energieausweises auch weiterhin die erforderlichen Daten bereitstellen. Er muss allerdings dafür sorgen, dass diese richtig sind. Der Aussteller darf die vom Eigentümer bereitgestellten Daten seinen Berechnungen nicht zugrunde legen, soweit begründeter Anlass zu Zweifeln an deren Richtigkeit besteht. Sowohl diese Pflicht des Eigentümers als auch des Ausstellers zur korrekten Datenbereitstellung bzw. Datenermittlung sind im Zusammenhang mit der Bußgeldbewehrung nach dem neuen § 27 Abs. 2 Nr. 2 bei Verstoß gegen diese Pflichten zu sehen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass vorsätzlich oder leichtfertig falsche Daten bei der Erstellung von Energieausweisen verwendet werden.
  • Energieausweise verlieren ihre Gültigkeit, wenn nach § 16 Abs. 1 durch bestimmte Änderungen und Erweiterungen für das gesamte Gebäude Berechnungen nach § 9 Abs. 2 durchgeführt werden müssen.
  • Bei den erforderlichen Grundausbildungen der Energieausweisaussteller wurde die Fachrichtung Physik aufgenommen. Im EnEV-Entwurf war in § 21 ursprünglich vorgesehen, dass sich auch Personen, die nicht dem EnEV-Raster für die Ausstellungsberechtigung entsprechen, jedoch entsprechend qualifiziert sind, in Einzelfallentscheidungen die Gleichwertigkeit ihrer Ausbildung bei der zuständigen Landesbehörde bestätigen zu lassen können und damit auch Energieausweise ausstellen dürfen. Dies wurde vom Bundesrat mit dem Hinweis auf einen unverhältnismäßigen Verwaltungsmehraufwand abgelehnt.
  • In § 29 Abs. 6 wurde durch eine redaktionelle Änderung der ausstellungsberechtige Personenkreis so geändert, dass eine Qualifikation zum Handwerksmeister oder zum staatlich anerkannten oder geprüfte Techniker anderer als der in § 21 Abs. 1 Nr. 4 genannten Fachrichtungen nicht mehr erforderlich ist.
  • Gegenüber der EnEV 2007 unverändert bleiben die Regelungen, in welchen Fällen ein bedarfs- bzw. verbrauchsorientierter Energieausweis auszustellen ist. In den Energieausweisen sollen aber künftig mehr Details zum Einsatz alternativer Energiesysteme und zu den Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes angegeben werden.

Die Änderungswünsche des Bundesrats bedürfen noch der Zustimmung der Bundesregierung. Der dazu notwendige Kabinettsbeschluss soll möglichst schnell herbeigeführt werden. Einwände sind eher unwahrscheinlich, weil seit dem Weiterleiten an den Bundesrat im August 2008 die Bundesregierung selber einen größeren Teil der Änderungsvorschläge initiiert oder begleitet hat. Nach der Kabinettsentscheidung könnte die EnEV 2009 voraussichtlich sogar ohne weitere Verzögerung durch eine EU-Notifizierung im Bundesgesetzblatt verkündet werden.

Quelle: Der Gebäudeenergieberater

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Mrz062009

Forschungsprojekt zu Dünnschicht-Solarzellen

Die Solarzelle aus Silizium ist bislang Standard bei der direkten Gewinnung von elektrischem Strom aus Sonnenlicht. Der Weg vom hochreinen Silizium bis zum fertigen Solarmodul ist jedoch aufwändig. Deshalb setzen Physiker der Friedrich-Schiller-Universität Jena auf Dünnschicht-Solarzellen aus dem Halbleitermaterial Cadmium-Tellurid (CdTe), die schon jetzt das größte Potenzial zur Kostensenkung in der Photovoltaik bieten.

“Allerdings eröffnet diese Technologie weitere Möglichkeiten, den Solarstrom noch billiger zu machen”, weiß PD Dr. Heiner Metzner, Gruppenleiter der Arbeitsgruppe Photovoltaik am Jenaer Institut für Festkörperphysik. Dies könne einerseits über eine Modifikation der Zellstruktur mit dünneren Schichten, also einer besseren Materialausnutzung geschehen. “Außerdem zeigen theoretische Überlegungen, dass der Wirkungsgrad möglicherweise noch kräftig erhöht werden kann”, so der Physiker.

Elektrische Leitfähigkeit steigern

Hier setzt ein kürzlich am Institut für Festkörperphysik der Universität Jena begonnenes Forschungsprojekt an, in dem es darum geht, die Materialeigenschaften des CdTe in den Solarzellen so zu verändern, dass dessen elektrische Leitfähigkeit erheblich steigt. “Über eine Erhöhung der sogenannten p-Dotierung, also den gezielten Einbau geeigneter Fremdatome, könnte der Wirkungsgrad der Solarzelle erheblich verbessert werden”, erklärt Metzner. Dann könnten theoretisch die im Labor erreichbaren Spitzenwirkungsgrade von derzeit 16 auf über 20 Prozent gesteigert werden. “Wenn es dann noch gelingt, diese Ergebnisse in die industrielle Produktion zu übertragen, könnten die Modulwirkungsgrade von derzeit knapp 10 auf bis zu 15 Prozent verbessert werden”, ist sich Metzner sicher.

Bei der Entwicklung eines modifizierten Materials spielt die Spektroskopie von Defekten eine bedeutende Rolle. Um die Mikrostruktur der Materialien zu untersuchen, können im Labor auf verschiedenen Wegen Fremdatome eingebracht werden. “Wir werden beispielsweise das CdTe-Material mit Hilfe unseres Teilchenbeschleunigers mit geeigneten Fremdatomen beschießen und genau die erzielten Effekte analysieren”, erklärt Prof. Dr. Werner Wesch, Gruppenleiter der Jenaer Arbeitsgruppe Ionenstrahlphysik.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert das Projekt zu CdTe-Solarzellen am Institut für Festkörperphysik der Universität Jena. Die Gesamtfördersumme liegt bei knapp 1,8 Millionen Euro.

Kontakt

PD Dr. Heiner Metzner, Institut für Festkörperphysik der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Max-Wien-Platz, 07743 Jena, Tel.: 03641 / 947353, E-Mail: heiner.metzner(at)uni-jena.de

Informationen über die internationalen Forschungsaktivitäten zu CdTe-Solarzellen sowie eine Roadmap europäischer und amerikanischer Forscher finden Sie unter www.solarpact.de

Quelle: www.bine.info

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Jan142009

Umfrage: Hausbesitzer für Erneuerbare Energien

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise sehen drei Viertel aller Haus- und Wohnungseigentümer im Umstieg auf Solarthermie-,Holzpellet- oder Erdwärmeheizungen eine lohnende Investition. Auch der seit 1. Januar geltenden Nutzungspflicht Erneuer­barer Wärme in Neubauten steht eine große Mehrheit der Befragten positiv gegenüber. Das ergab eine aktuelle Blitzumfrage des Meinungs­forschungsinstituts Forsa im Auftrag der Agentur für Erneuer­bare Energien.

“In Zeiten einbrechender Börsenkurse sind viele Verbraucher verunsichert und fragen sich, wie viel ihr Erspartes in ein paar Jahren noch wert sein wird” kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, die Umfrageergebnisse. “Eine Heizung auf Basis Erneuerbarer Energien ist deshalb für die meisten Haus- und Wohnungsbesitzer eine sichere Geldanlage, die sich dauerhaft rechnet”, so Mayer weiter.

Die Umfrage ergab, dass jeder fünfte Haus- und Wohnungseigentümer bereits stolzer Besitzer einer Wärmepumpe, Solarthermie- oder Holzpelletheizung ist. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass bei Miets-, Gewerbe- und Industriegebäuden noch großer Nachholbedarf besteht. Der Anteil Erneuerbarer Energien an der gesamten deutschen Wärmeerzeugung betrug im Jahr 2008 erst 7,3 Prozent.

Ein weiteres Fünftel der Befragten plant laut Forsa-Ergebnissen in den nächsten fünf Jahren den Kauf einer regenerativen Heizungsanlage. “Wer in Erneuerbare Wärme investiert, schont mittelfristig seinen Geldbeutel, erhöht den Verkaufswert seines Hauses und tut gleichzeitig noch etwas für den Klimaschutz”, fasst Jörg Mayer zusammen. “In einem durchschnittlichen Haushalt entfällt etwa ein Drittel der Energiekosten auf die Heizung – da ist einiges an Einsparungen möglich”, so Mayer weiter.

Die Bundesregierung will den Ausbau Erneuerbarer Wärme mit dem Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz voranbringen, das seit Anfang des Jahres 2009 in Kraft ist. Es sieht vor, dass für alle Neubauten ein Mindestanteil des Wärmeenergiebedarfs aus Sonnenenergie, Biomasse (z. B. Holz) oder Erdwärme gedeckt werden muss. Ziel ist es, die Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten zu verringern und das Klima zu entlasten. Laut Umfrage stehen 80 Prozent der Befragten dieser Nutzungspflicht positiv gegenüber.

Die repräsentative Blitzumfrage wurde von der Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen GmbH in der zweiten Januarwoche 2009 durchgeführt. Befragt wurden 502 Haus- und Wohnungseigentümer in Deutschland.

Quelle: Forsa

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Jan012009

Heizkosten sind kein Glücksspiel mehr

Wer auf der Suche nach einer neuen Wohnung oder einem Haus ist, sollte den Vermieter bzw. Verkäufer nach dem Energieausweis fragen und sich über den energetischen Zustand des Gebäudes informieren, in das er einziehen will. Miet- und Kaufinteressenten haben nämlich ab dem 1. Januar 2009 bei allen Wohngebäuden das Recht, sich den Energieausweis vorlegen zu lassen, zum Beispiel im Rahmen einer Wohnungsbesichtigung. Kommen Wohnungs- oder Hausbesitzer ihrer Ausweispflicht nicht nach, drohen sogar Bußgelder bis zu 15.000 Euro.


Ähnlich wie das Energieeffizienz-Label, das heute bei Elektrogeräten selbstverständlich ist, hilft eine Skala von Grün nach Rot im neuen Energieausweis den Mietern oder Eigentümern in spe dabei, ihren künftigen Energieverbrauch für Heizung und Warmwasserbereitung abzuschätzen. Bewegen sich die Werte im roten Bereich, muss mit sehr hohen Heizkosten gerechnet werden. Liegen die Werte dagegen im grünen Bereich, werden diese vermutlich überschaubar bleiben.

Zu jedem Energieausweis gehören darüber hinaus Modernisierungsempfehlungen. Sie zeigen, mit welchen Maßnahmen die Energiebilanz des konkreten Gebäudes verbessert werden kann. Ein Blick darauf lohnt sich. In erster Linie helfen diese Empfehlungen dem Vermieter. Der Mieter kann diese Informationen jedoch zum Anlass nehmen, den Vermieter darauf anzusprechen. Viele Maßnahmen sind wirtschaftlich und rechnen sich auch dann, wenn der Vermieter einen Teil der Kosten auf die Kaltmiete umlegt. Um bis zu 85 Prozent lässt sich der Energiebedarf eines Gebäudes durch eine umfassende energetische Modernisierung eines Gebäudes reduzieren.

Übrigens: Die Modernisierungsempfehlungen dienen nur der Information. Eine Pflicht zu ihrer Umsetzung besteht nicht.

Quelle: zukunft-haus.info

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